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Dienstag, 2. April 2013

40 Tage Glutenfrei - der Bericht

Nach einer lieben Nachfrage habe ich nun beschlossen, einen mehr oder weniger ausführlichen Bericht über meine glutenfreie Fastenzeit zu verfassen.



Zu aller erst einmal: I DID IT!!!!!
Yeeeehaaa! Und sooo schlimm wars gar nicht. Klar, ich habe mich Brot, Nudeln und co. schon etwas entwöhnt. Daher ist es mir nicht besonders aufgefallen.

Ob, und was ich vermisst habe, Gusto und Appetit


Lustigerweise hatte diese Zeit ein wiederkehrendes Muster: zwei Wochen ist es mir gar nicht aufgefallen, ich hatte auch keine Lust auf Brot, Nudeln, Kuchen etc. Die dritte Woche war dagegen geplagt von schrecklichem Gusto auf Kuchen, Kekse und vor allem auf belegte Weckerln!!
Dann wieder zwei Wochen nichts.

Zu welchen Alternativen ich gegriffen habe
Wenn die Brötchenlust unerträglich wurde, habe ich mir im Reformhaus glutenfreie Brötchen gekauft. Gibts auch bei DM und diversen exklusiven Supermärkten.
Dort gibt es auch:
- glutenfreie Kekse
- Kuchenmischungen
- Nudeln
Das ganze Teig-Zeugs halt. ABER leider nicht zwingend vegan :/... Auf chefkoch.de gibt es auch wahnsinnig viele Rezepte für glutenfreie, vegane Kuchen. 
In dieser Zeit habe ich aber nur ein Mal Nudeln gegessen. Hirsenudeln. Die waren aber sooo bitter :P pfui!
Daher habe ich meistens einfach verzichtet. Keine 1:1 Ersatzprodukte konsumiert, sondern mir z.B. eine Reiswaffel mit Alsan und Marmelade bestrichen.

Körperliche Befindlichkeit, eventuelle Veränderungen


Warum ich gerade Gluten weggelassen habe
Ich habe eigentlich schon zwei, drei Wochen vor Beginn der Fastenzeit meine "Glutenchallenge" gestartet. Grund war der Verdacht auf eine Art Glutenunverträglichkeit und damit verbundene Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen usw.
Bei einem Allergietest im März habe ich dann erfahren, dass ich auf üüüüüberhaupt nichts allergisch bin. Gut, Laktose und Fruktose kann man nicht mit einer Blutprobe testen, aber darum geht es jetzt auch nicht.
Jedenfalls bin ich nicht allergisch auf Gluten. Ob man daher aber eine Unverträglichkeit ausschließen kann?

Ist es besser geworden? Habe ich Veränderungen bemerkt?
Ähm... Nein. 
Die ersten zwei Wochen schienen doch etwas ruhiger abzugehen, was die Bauchkrämpfe usw. betrifft, was aber wahrscheinlich daran lag, dass ich allgemein bewusster gegessen habe. Regelmäßiger und nicht so viel auf ein Mal.
Dann war wieder alles beim alten. Leider. Oder auch nicht leider. Also leider ging es mir nicht besser. Ich glaube fast, dass mindestens 50 % meiner Bauchschmerzen Ergebnis von emotionaler Unterdrückung sind. Sprich: Wut, Ärger, Stress. Daher würde ich in einer glutenfreien Ernährung wohl kaum die Erlösung finden.

Trotzdem habe ich die ganzen Ferien keine Gluten zu mir genommen, bis Samstag um 17h. Und Sonntag dann der Kuchen, Abendbrot und Montags dann wieder Brot. 
Selbst nach so großen Mengen an Gluten wäre mir nichts aufgefallen. Keine Bauchschmerzen, Krämpfe, Übelkeit oder sonstige Beschwerden - von den Gluten ausgehend. Ich hatte nur Bauchschmerzen und Übelkeit wie auch sonst immer ... :/

Ob ich weitermache?


Nein. Also nicht in nächster Zeit. Momentan genieße ich getoastetes, rustikales Bauernnussbrot und muss fast schon wieder aufpassen, dass ich meinen Körper nicht mit der plötzlichen Zufuhr eines so lange nicht mehr dagewesenen Lebensmittel überfordere.
Allgemein gesehen war ich ja nie der Nudel, Brot-Typ. Bin kein Fan von Teigwaren und werde es wahrscheinlich auch nicht mehr. Aber ab und zu ist es ganz nett.
Und seien wir uns ehrlich: ich kann wahnsinnig froh sein, keine Allergie zu haben! So habe ich die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, was ich essen möchte und was nicht. Ohne unfreiwillige Verbote und sonstigen "Dreck" :P

Kommentare:

  1. Allergietests testen nur auf IgE-Antikörper, nicht aber auf Typ-4-Allergien (IgG). Die Glutenintoleranz ist aber häufig (um nicht zu sagen überwiegend) so eine maskierte bzw. verzögerte Allergie. Ich spreche da aus eigener, leidlicher Erfahrung. Ich habe die Reaktion auf Gluten (und Casein, beides tritt meist zusammen auf, da das Protein sehr ähnlich ist) original 72 Std. später! Solche Glutenintoleranzen können "symptomlos" verlaufen. Keine Übelkeit, Krämpfe etc.

    Gluten ist für alle Menschen sowas wie eine tickende Zeitbombe. Je mehr man davon isst, desto problematischer ist es. Einige bekommen niemals Probleme. Aber das kann man vorher nicht wissen. Man hat nur Vorteile, wenn man Gluten weglässt.

    http://www.medivere.de/seiten/ek_detail_1.php?id=269&subid=241

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    1. Danke für dein aufschlussreiches Kommentar. Ich bin auch der Meinung, dass Gluten allgemein nicht gerade gesund für den menschlichen Körper sind. Es bedarf bestimmt an genauester Selbstbeobachtung, um seine Unverträglichkeiten zu entdecken. Wie du z.B., dass du erst 72h später eine Reaktion bemerkst...

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  2. Danke für deinen Bericht! Sehr interessant! Ich bin ja gerade total im Maisnudelwahn. Die schmecken mir genauso wie "normale", also Weizennudeln. Hast du die probiert?
    Ich bin ja auch mal wieder in einer glutenfreien Phase und wünsche mir, dass ich dauerhaft davon loskomme. Meinem Körper tut es viel besser, sich damit nicht rumschlagen zu müssen.
    Beste Grüße von Nina

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    1. Ja? Toll :D! Also ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg.
      Hmm vor ein paar Jahren haben wir einmal so Quinoa-Maisnudeln gehabt - wahnsinnig sättigend! Werde ich vielleicht eher verwenden, sollte ich mal wieder Lust auf Pasta haben ;)

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  3. Hallo Vera,
    die häufigste durch Gluten verursachte Krankheit ist Zöliakie. Die lässt sich durch die üblichen Allergietests nicht feststellen. In der Regel ist eine Untersuchung des Blutes auf zöliakietypische Antikörper und eine Dünndarmbiopsie zur Untersuchung des Zustands der Dünndarmschleimhaut notwendig.
    Sei froh, wenn Du nicht betroffen bist.
    Viele Grüße
    Günter

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