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Dienstag, 16. Oktober 2012

Fasten für den Alltag - Fastenalternativen für zwischendurch

Liebe Leserin, lieber Leser,

da der Abstand zu meinem letzten Post gefühlt schon wieder viiiiiel zu lange geworden ist muss ich mich nun dazu zwingen endlich die Fortsetzung zu Fasten Grundfakten zu schreiben. Ich sitze also hier, an einem durchaus netten Sonntagabend*, die Sonne ist bereits untergegangen... was soll das Gequassel, fangen wir an :D!

Wie ich in Fasten Grundfakten (meinem letzten Post) schon erwähnt habe befürworten viele Gesundheitsratgeber regelmäßige Ruhepausen für den Körper, so auch in Form einer Fastenkur. Ich kann mich aber nur immer und immerwieder wiederholen, indem ich immer und immerwieder sage, dass meiner Meinung nach die Gesellschaft in der wir leben nicht gerade ein freundliches und verständnisvolles Umfeld für sich in einer Fastenkur befindende Leute darstellt.
Deshalb geht es in diesem Post um weitgehend unbedenkliche und alltagstaugliche Fastenalternativen für zwischendurch. Davon kann man sich zwar keine ultra super Körperreinigung erhoffen, jedoch eine nette Entlastung der Verdauung und hat somit im Anschluss auch gleich viel mehr Energie (+ natürlich ist die Freude auf die nächste Mahlzeit umso größer ;)).


Alternative 1:
Das 24h Fasten

Dass es für die meisten unter uns besonders schwierig ist, einen ganzen Tag lang nichts (!) zu essen, brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen. Ich gehöre selbst zu jenen die nicht besonders gerne für längere Zeit auf Nahrung verzichten.
Diese Variante wird daher auch als "von Mittag bis Mittag"-Fasten bezeichnet.

Und so funktionierts:
Man steht auf, frühstückt wie gewohnt und nimmt sein Mittagessen ein, im Idealfall noch vor 14h. Dieses bildet zugleich die letzte Mahlzeit des Tages, ab nun sollte nur noch Wasser getrunken werden. Der nächste Morgen wird ebenfalls wieder mit Wasser begonnen, wobei ich oft ein wenig geschummelt und mir einen frisch gepressten Obst/Gemüsesaft gemacht habe *grins*. Das ist aber gar nicht sooo schlimm, da ein frisch (!!!) gepresster Saft aus z.B. Äpfeln, Spinat und Karotte auch eine Entgiftungsunterstützung sein kann.
Und wenn die Uhrzeit erreicht ist, zu der man am Vortag sein Mittagessen beendet hat, so darf man auch schon wieder feste Nahrung zu sich nehmen (im Idealfall aber etwas leichtes. Suppe, Salat... also bitte keinen Braten oder Kaiserschmarren oder sonst was ;)).

Ist doch machbar, oder? Diese Methode wird übrigens von vielen Profisportlern (1x die Woche) eingesetzt. Da die Verdauung entlastet wird hat der Körper nämlich die Möglichkeit seine ganze Energie in andere Sachen stecken ;).
Davon abnehmen kann man eigentlich nicht wirklich. Man nimmt ja auch nicht unbedingt zu wenn man sich 1x überfrisst.


Alternative 2:
Dinner cancelling

Das weglassen des Abendessens ist für viele Menschen schon zum Alltag geworden. Bereits in jedem x-beliebigen Magazin lesen wir, dass am Abend auf leichte Kost gesetzt werden sollte, da zu schwer verdauliches lange im Magen liegt und oft verantwortlich für schlaflose Nächte und verquollene Augen am nächsten Morgen ist.


Und so funktionierts:
Eigentlich genau wie das 24h Fasten, bloß dass hier vor 17h auch doch der eine oder andere Snack eingenommen werden dürfte (besser ist es natürlich je früher man die letzte Mahlzeit ansetzt). Über dies darf bei einem knurrenden Magen am nächsten Morgen auch schon wieder ausgiebig gerfühstückt werden :D yippiiie! Wer noch weiter durchhalten kann fühle sich aber nicht dazu gezwungen ;) (ich kann z.B. einfach nicht gscheit frühstücken, bei mir wäre es dann ein ausgiebiges Mittagessen. Auch ok).

Viele Leute benutzen diese Methode über einen längeren Zeitraum, um abzunehmen. Ansich eine sehr gesunde Strategie und auch ganz angenehm, da man tagsüber eigentlich essen kann was man will. Ich habe auch schon sehr viele positive Erfahrungsberichte gelesen (z.B. 1 kg in 3 Tagen usw.) glaube aber, dass das immer auf das momentane Gewicht eines Menschen ankommt. Ein 100kg Typ nimmt davon in einer Woche bestimmt mindestens 2 kg ab! Ich hab das auch einmal probiert - nichts abgenommen. Würde daher sagen, dass die ganze Sache sehr individuell abhängig ist.


Alternative 3:
Low-carb dinner

Eigentlich ist das hier überhaupt keine richtige Fastenart, für mich aber sowas wie die kleine Schwester vom Dinner cancelling, also eben eine echte Alternative. Ich persönlich bin ja kein Anhänger des low-carb Prinzips, gebe aber gerne zu, dass Kohlenhydrate am Abend wahrscheinlich doch ein wenig zu viel Energie spenden ;).

Und so funktionierts:
Einfach keine Kohlenhydrate zum Abendessen (also nicht nach 15 od. 16h). Zu streichen wären Nudeln, Brot, Kartoffeln, Getreide. Was da noch übrig bleibt? Obst, Gemüse (beides roh oder gekocht), Hülsenfrüchte, Tofu...

Ist einfach eine kleine Entlastung der Verdauung :). Was für zwischendurch und unterwegs eben, überall einsetzbar, ganz ohne gesellschaftlicher Kritik oder böööösen Blicken *grins*.


Alternative 4:
Obsttag

Dies ist sozusagen meine Lieblingsvariante. Über mehrere Jahre habe ich sie 1x wöchentlich praktiziert, vor einem Jahr ist mir leider ein bisserl Disziplin, in dieser Hinsicht, verloren gegangen :/... Naja, nichts desto trotz steht sie heute hier, die beste Entwässerungsmethode überhaupt, hihi.

Und so funktionierts:
Man isst einen ganzen Tag lang (vom Frühstück bis zum Abend) nur... Obst :D! Und zwar ganz ganz viel! Äpfel, Trauben, Erdbeeren, Mangos, Ananas, Orangen, Grapefruits, Kiwis, Papayas... nur keine Bananen. Bananen fallen unter Kohlenhydrate und sind die einzige Frucht (die ich nicht als Obst bezeichnen würde) die nicht mit den Wirkungen anderer Obstsorten vergleichbar ist (Entwässerung, Entschlackung usw.). Wie wärs mal mit einem halben Kilo Weintrauben zum Mittagessen?


Oder mit einem dicken Smoothie aus Mango, Erdbeeren und Papaya? Geriebener Apfel in Orangensaft oder doch lieber Kiwi-Apfel Smoothie. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt :). Auf jeden Fall viel Wasser zusätzlich trinken, da der Körper durch die entwässernde Wirkung viel Flüssigkeit verliert (ist ja auch kein Salz dabei, das ihn daran hindert).

Wie bereits erwähnt dient diese Fasten Alternative zur Entschlackung und Entgiftung des Körpers. Als Dauerdiät eignet sich sowas aber nicht wirklich. 1. wird man mit der Zeit verrückt vom ganzen Fruchtzucker :P und 2. enthält Obst nicht alle essentiellen Nährstoffe die wir für ein gesundes Dasein brauchen sondern scheidet sie zudem noch aus => Mangelerscheinungen. Abnehmen würde man aber schon..


Alternative 5:
Safttag

Gleich wie der Obsttag hilft auch der Safttag bei der Entgiftung des Körpers und ist zudem (eh klar) eine enorme Entlastung für die Verdauung. Auch wenn es vielen nicht so vorkommt, weil sie an einem Safttag womöglich an Nebenerscheinungen wie Blähungen, Kopf- und Bauchschmerzen usw. leiden. Das bestätigt uns aber nur, dass der Körper bereits mit der Entgiftung begonnen hat. Jene Gifte sind nun im Blut und machen sich hier bemerkbar bis sie draussen sind. Blähungen sind auf den fleissigen Putztrupp im Darm zurückzuführen :D yeeeeha!

Und so funktionierts:
Man ernährt sich den ganzen lieben langen Tag lang nur von literweise frisch(!!!) gepressten Obst- und Gemüsesäften.


Zur Anregung führe ich euch ein paar Links zu etwas älteren Posts von mir an, in denen ich schon zahlreiche Saftrezepte veröffentlicht habe:

Frühstückssäfte Part 1
Obst- und Gemüsesäfte Part 2
Obst- und Gemüsesäfte Part 3
frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte Part 4

Wenn ich mir so ansehe, wie viele Posts ich schon mit leckeren Saftrezepten gefüllt habe und wie lange das schon wieder her ist denke ich mir, dass es langsam wieder an der Zeit wäre, neue Experimente zu machen :)).


Alternative 6:
Basensuppentag

Diese Methode eignet sich für Leute, die von sich behaupten eine besonders empfindliche Verdauung zu haben, womöglich besser als die mit rohen Säften. Dient, wie immer, zur Entschlackung und Entgiftung des Körpers, doch vor allem, wie der Name schon sagt, zur Neutralisierung des Säure-Basen-Haushalts.

Und so funktionierts:
Anders als am Safttag ernährt man sich hier nur von einer Basenbrühe.
Je nachdem, wie viel Basensuppe man gerne herstellen möchte, füllt man am besten den größten Topf, schließlich nimmt man einen Tag lang nur das zu sich (und Wasser, um die gelösten Giftstoffe auszuspülen) mit beispielsweise: mit beispielsweise:
- Karotten
- Karfiol
- Zwiebeln
- Rüben
- Kohl
- Petersilie
...
Anschließend gießt man das grob geschnittene Gemüse mit kochendem Wasser auf und lässt das ganze ca. 4 Stunden auf dem Herd vor sich hinbrühen. Danach das ausgekochte Gemüse wegwerfen (alle Nährstoffe sind nun im Wasser) und die Suppe ungesalzen und ungewürzt trinken.

Schmeckt nicht besonders toll, oder sagen wir: ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache. Am besten stellt man sich vor, dass man gerade einen würzigen Tee trinkt, hihi :)).


*diesen Post habe ich faule Nudel am Sonntag begonnen und erst jetzt vollendet ;)

Kommentare:

  1. Hey, solche Fastenalternativen finde ich auch total cool - habe im Alltag eigentlich nie die Gelegenheit, Fasten einmal für längere Zeit durchzuziehen (außer im Urlaub - und wer möchte schon im Urlaub fasten? ;) ) und deswegen lege ich öfter mal Obst- oder Safttage ein. Das 24h Fasten klingt allerdings auch gut, das kannte ich noch gar nicht :)

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    1. Grüß dich :) ja, was ich vor allem nicht erwähnt habe: das 24h Fasten kann auch mit Obst vollzogen werden. Nach dem Mittagessen also eine große Pause (damit das Obst dann nicht zu gären beginnt und Bauchschmerzen bereitet), Abends nur Obst und am nächsten tag bis zum späten Mittagessen ebenfalls.

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  2. Interessant, aber ich glaube wenn man es zu oft macht, dann ist es ungesund ;-)

    Liebe Grüße,
    Eleonora

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