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Sonntag, 1. April 2012

Paris Revue auf 19.3.

Ich habe beschlossen, meinen ausführlichen Paris-Bericht auf die jeweiligen Tage aufzuteilen.

Nun denn.
Montag 19.03.2012

...halb 4 morgens -.- jaaah... was soll man denn machen, wenn bereits um 6h der Flieger startet. Immerhin konnten wir dafür den ganzen Tag noch Paris erkunden. Soweit es eben geht.

Der Eiffelturm, aus einer sehr ergebenen Sichtweise. Mordstrumm, wie ich schon gesagt habe.

Das Werk eines pariser Modestudenten in Kooperation mit Louis Vuitton - wenn ich mich nicht irre. In der Vitrine des Institut francais de la mode 

Ein kleiner Blick in die Auslage einer Boulangerie: Baisers, so groß wie ein Kopf und in allen Farben des Regenbogens! Wahnsinn, so etwas habe ich noch nie gesehen (und nein, gekostet auch nicht).
Nach ihrer Form zu schließen, dürften die französischen Radieschen sehr dem Baguette nacheifern... höhö


Und allgemein noch einmal sorry sorry sorry, dass ich erst jetzt wieder blogge, diese Woche war sooooo stressig! ich kam ja Sonntag um 23h am Flughafen an und musste am nächsten Tag gleich wieder eine 2 stündige Deutsch Schularbeit schreiben. Am Dienstag dann in der Früh der nächste Test, dazwischen eine "kleine" Pause, mit Ballett-Wadel-Mörder-Training (ich konnte kaum mehr gehen^^), und Freitag die nächste Schularbeit. In Englisch. Und das nach einer super französischen Woche :(...

Naja, in jedem Fall hatten wir ziemliches Glück mit dem Wetter! Es hat NIE geregnet und der kälteste Tag war, eben, dieser Montag. Danach ging es mit fröhlichen 20° bis 25° durch die Woche.
Das einzige Problemchen war dann tatsächlich die Gastfamilie.
Ich habe ja schon erwähnt, dass die Franzosen wirklich nichts mit "vegan" anfangen können. Meine kleine dicke grimmige Gastmami hat mich mit großen Augen angesehen und gefragt:
"mais tu manges du poulet?" auf englisch gewechselt: "chicken? ... no chicken?" NOIN!!! Ich esse keine Tiere!! Nur blöd, dass mir das Wort Tier nicht eingefallen ist -.-
Ein freundliches Gespräch anzufangen war nicht wirklich möglich. Außer, um uns zu erklären, wie wir zur Schule kommen, wechselten wir kaum ein Wort.
Wie ich und meine Zimmergenossin heißen? Woher wir kommen? Das wussten sie nicht. Wir waren "les fills" (die Mädchen). Wäre ja grundsätzlich nicht schlimm, ABER, jaha, die sich ablösende Tapete, der Teppichboden mit den braunen Wasserflecken, das morsche Holz mit dem zerbröselten Lack am Fenster... In der Dusche streifte ich mit meinem Handtuch kurz die Mauer und zack, da lag ein Brocken Verputz in der, vom Rost aufgesprungenen, Wanne, in der man sowieso nirgends hintreten konnte, und darunter kam der Schimmel zum Vorschein! Schwarz fraß er sich über die ganze Wand.
An diesem Punkt schäme ich mich aber doch etwas für mich selbst. Es sind eben nicht die reichsten Leute, die sich als Gastfamilien zur Verfügung stellen :(...
Für mich hat es einfach an den menschlichen Qualitäten gemangelt. Während dem Essen allein an einem Tisch zu sitzen und die Wand anzustarren, während hinter einem vor dem Fernseher getuschelt und auf kein Gespräch eingegangen wird... Na wozu komm ich dann überhaupt hierher??

Also gingen wir am nächsten Morgen zu unseren Professoren, wir wollten wechseln. Vorallem, weil alle anderen sooo zufrieden mit ihren sooo lieben Gasteltern, Mamis, Wohnungen und was auch immer, waren.
Es fiel mir nur leider etwas schwer, das ganze ohne schlechtem Gewissen durchzuziehen. Ich meine, diese Menschen brauchen das Geld offensichtlich wirklich! Und wenn jetzt einmal 2 Mädchen in eine andere Familie wechseln wollen könnte das für sie bedeuten, dass ihnen nie wieder jemand zugeteilt wird...
Wie auch immer, ich glaube, es war die richtige Entscheidung. In diesem Gettho hätte ich mich auch auf keinen Fall mehr abends hinaus getraut um laufen zu gehen.. brrrah!

Sonst kann ich mich echt über gar nichts mehr beschweren! Es war einfach super. Die Organisation, die Leute, gut, Paris ist einfach dreckig und stinkt, aber es war eine wirklich tolle Erfahrung :D.
Mehr dazu in Kürze ;)

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