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Sonntag, 5. Februar 2012

Tanktop - selfmade

Es gibt ja viele Argumente dafür, seine Kleidung selbst herzustellen. Angefangen bei den unmenschlichsten Arbeitsbedingungen in taiwanesischen Fabriken, bis hin zu (und das wird immer mehr zu meinem Problem): Ich finde einfach nichts was mir gefällt, oder zu 100% meinem Stil und meinen Vorstellungen entspricht!
Gerade als Modeschülerin habe ich eigentlich die perfekten Anlagen dazu, mir meinen Kleiderschrank selbst zu füllen. Warum also nicht? Und damit ihr auch etwas davon habt, hier mein erstes "Näh-Rezept" :D
Es ist ganz einfach, ein Tanktop eben, dass man nach Lust und Laune (einzige Voraussetzung ist ein wenig Hirn) selbst variieren kann.

Zuerst der Schnitt: ich habe ihn im Bug gezeichnet (man nimmt den Stoff doppelt und legt die gefaltete Kante direkt an die hier gerade gezeichnete Kante des Schnitts). Das ist sehr praktisch, denn faltet man ihn auf, hat man einen Symetrischen Schnitt. Links ist also das Rückenteil, rechts das Vorderteil. Man kann sie am unterschiedlich tiefen Halsausschnitt erkennen. Der Pfeil nach unten deutet den Fadenverlauf an (wie man den Stoff legt).


Jetzt muss man sich abmessen. Ich habe mein Tanktop unten leicht ausgestellt, daher nahm ich nur meinen Brustumfang (die weiteste Stelle der Brust), bin dann an der Taille etwas hineingegangen und habe den Schnitt anschließend weit auslaufen lassen.
Wie lang man das Top haben will misst man sich am besten auch gleich aus (von der Schulter und vom Dekolletee).

Nun kann man schon mit dem Zuschneiden beginnen. Anschließend legt man beide Teile, mit der Aussenseite nach innen, aneinander und steckt sie am Rand mit Stecknadeln zusammen. Wer eine Overlock hat ist gesegnet, ansonsten nehme ich für Jersey immer eine Zickzack-Naht. Also die Seitennähte schließen, nun sieht man auch gleich, wie die Träger aufeinander treffen, und kann diese ebenfalls aneinandernähen.
FERTIG :)))

Das Tolle am Jersey ist, dass er sich in den meisten Fällen am Rand gleich einringelt, also nicht mehr umgenäht werden muss, sondern sofort hält, ohne sich aufzutrennen.
In meinem Fall habe ich die Armlöcher trotzdem mit einem unsichtbaren Saumstich umgenäht - ist was für geduldige Seelen.

Aber seht selbst, mein Tanktop sieht so aus:


Ich habe noch 3 ca. 2cm lange Streifen aus Jersey, im Fadenverlauf, zugeschnitten. Wenn man sie in die Länge zieht, rollen sie sich ein und lassen sich sehr schön flechten. Diese geflochtene Schnur habe ich an meinem Ausschnitt befestigt. Und weil es für die Rückseite nicht mehr gereicht hat, hängt sie nun am Rücken einfach lose herum.

Ist mittlerweile übrigens eines meiner Lieblingstops geworden ;). In Zukunft werde ich eindeutig öfter selbst etwas nähen!

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